Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- Gedichte
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 2)
- Language
- German
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223 Ha! seht Ihr Fürst und Pöbel schalte» Mit Abraham's Stamm, Jehova's Pfand? Das ist der Menschheit Embryonen-Stand, Der ihn Äonen lang in Schmach gehalten. Auf Erden herrscht das düstre Reich der Nacht, Und mehr denn Ein Jahrtausend ist entschwunden, Eh' sich der finstre Jrrthum aufgefunden, Der uns're Väter mit Tyrannenmacht Die sklav'sche Kettenbürde tragen lassen. Mit Satansfreude langsam sie erblassen. , L- Die Geburt. Triumph! entsprossen ist im Lauf der Horen Die schand- und blutgedüngte Duldungssaat; Begonnen hat die längst beschloss'ne Lhat: Humanität — Messias ist geboren; Und edelmüth'ge Männer sind erkoren Zu seiner Pfleg' in Gottes ew'gem Rath. Nur Muth! mein Volk, die Freihcitsstunde naht; Nur Muth! nun bist Du nicht verloren. Kennst Du Oranien's, Washington's Gebiet, Kennst Du den Angelsachsen noch so wenig, Und Joseph, Philipp und den Preußen-König? Dort schau' und hoff' und sing' ein Dankeslied. Und horch! worauf ein Dohm, ein Krug gedrungen, Was Herder und was Klo pflock einst gesungen," 4. Die Erlösung. Noch giebt's des Truges Bilder große Menge, Noch kämpft Jehuda gegen Voructheil, Noch trifft ihn oft des schnöden Hasses Pfeil, Noch reizt der Pöbel ihn durch Spottgesänge. Jedoch, wenn endlich in der Zeiten Länge Zerschmettert liegt des Wahnes Henkerbeil, Dann strahlt im Lorbeerkranz der Sieger Heil, Verkündend laut der Rettung Jubelklänge.