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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 208

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 208 (sequence 1)
Language
German
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- 208 Das Resultat der Debatten in .der Sächsischen ersten-Kamwer, die dortigen Juden betreffend / Lst^ bekanntlich für dieselben leider keineswegs erfreulich ausgefallen (worüber ehestens hier ausführlich). Mit Recht' sagt daher ein Berliner Korrespondent im Frankfurter Journal: ״ Was das sächsische Juden-Emaneipations- Gesetz betrifft, so kann es wahrlich nur als ein sogenanntes gelten, und auch hier könnten wir ( Preußen) Nachweisen, daß bei uns weit liberalere Bestimmungen bestehen. (.Allerdings!) Wie kann ein Gesetz, das‘ den Grundb esitz verweigert, noch Ms den Namen Emancipation Anspruch machen?" '7 Ihre Maj. die Königin Christine von Spanien erlaubte an ihrem letztem ׳Geburtstage nur sehr wenigen Personen persönlich ihre Gratulation abzustatten» Vorzugsweise wurde inheß dem Bevollmächtigten der Herren Freiherren von Rothschild, Herrn Weisweiler (׳Israelitischer Religion, aus Frankfurt ci. M.) die hohe Ehre zu Theil, zur Audienz bei Ihrer Majestät zugelassen zu werden. Der hochselige Gemahl dieser Regentin hatte dagegen, bald nachdem ihm der gütige Allvater sein Reich wieder schenkte, allen seinen Gesandten befohlen, keinem Juden einen Paß nach Spanien Zu ertheilenü Wie leicht kann Gott Alles ändern! -י- B e richtigen g. Nachdem׳ unsere Anzeige des Buches: ״ Beweis aller Beweise, daß die Juden nicht emancipirt zuwerden verdienen, und ohne den Untergang Europas herbeizuführen, nicht emancipirt werden können, u. si w." (Seite176. dieses Heftes) schon abgedruckt worden, erfahren wir, daß diese Schrift nicht gegen die Juden geschrieben, sondern,. gerade umgekehrt, auf dem Wege der Ironie die Gegner ihrer Emancipation ״in ihrer Blöße darstelle." Im ״Repertorium" heißt es: ״Dieses ist meisterhaft gelungen, und das Schriftchen muß selbst Denen, gegen die es gerichtet ist, ein Lächeln abgewinnen, wenn sie nicht ein allzu dickes Bret vor der Stirne haben, was freilich bei Manchen der Fall zu sein scheint."

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