Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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t\n aus Breslau (beide r'ühmlichst bekannt durch ihre Schrift ten), und mehrere Andere. Der bekannte Banquier Salomon Heine in Hamburg, hat, dortigen Blättern zufolge, zum Andenken seines vor einigen Jahren verstorbenen Sohnes, Herrmann Heine, unter dessen Namen eine Stiftung von 100,000 Mark Banco (50,000 Thaler Preuß. Courant) errichtet, von deren Zinsen unbemittelte dortige Einwohner in ihrem Broderwerbe, derselbe bestehe in Handelsgeschäften, in einem Handwerk, einer Kunst, einem Fabrikwesen, Landbau, oder irgend einem sonstigen ehrbaren Gewerbe, durch Darleihung eines Kapitals von mindestens 1000 Mark Banco unterstützt werden sollen. Das Anlehn ist mit 2 Procent Courant von Banco jährlich zu verzinsen und in zehn halbjährigen Terminen zurückzuzahlen. ״ Die Wohlthaten der Stiftung sind vorläufig auf die Mitglieder der dortigen Israelitischen Gemeinde beschränkt;, mit dem Tage jedoch, wo die Juden in Hamburg zur ungehinderten Ausübung jeder bürgerlichen Erwerbsthätigkeit gleich den Christen Melassen werden, soll diese Beschränkung aufhören. Der Senat hat die Stiftung bestätigt; sie tritt am 21. April 1837 in's Leben, und sind deren Statuten gedruckt worden." (Preuß. Staatszeitung.) In Frankreich zählen die Juden in ihrer Mitte einen General-Lieutenant, 30Ofsiciere, 18 Advokaten, 27 Ärzte, 3 Gelehrte, 3 Notare, 5 Sachwalter, 6 Professoren an den öffentlichen Unterrichts-Anstalten, 12 Chefs großer industriöser Unternehmungen, 2 Bankiers (Frei- Herrn), Deputieren und endlich gar 1 Mitglied des Instituts, — die bedeutendste Auszeichnung, welche bis jetzt überhaupt einem Israeliten bewilligt worden ist. *) *) Diese Zahl ist bei weitem zu gering angegeben, welches wahrscheinlich daher rührt, daß man sich in Frankreich nicht um das Glaubensbekenntniß jedes einzelnen Unterthanen bekümmert, und z. B. in Paris viele angestellte Israeliten leben, ohne daß oft selbst ihre Glaubensgenossen davon Notiz nel> men. Eben so wußte man nicht eher, daß der berühmte Advokat Cremieux ein Israelit sei, als bis er in einer am Grabe Gregoire's gehaltenen Rede es selbst erwähnte. D. H.