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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 205

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 205 (sequence 2)
Language
German
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205 schiedsnen Ansichten nicht ausgeglichen werben konnten. Wozu also darüber hier referiren, besonders da die jüdische Emäncipations-Sache bei der baierischen Stä'nde-Versammlung im Jahre 1837 nicht Vorkommen dürste, und also eine neue Synode noch späterhin Zeit hat, das Weitere sestzusetzen, um die innere Jsrae- Mische Verfassung in desto bessern Einklang mit der Emancipation zu bringen, die freilich, wie in allen Staaten, auch hier, erst vorangehen muß und ohne welche alles andere, so gut und heilsam es auch sei, nur Stückwerk bleiben kann. Am II.Növ» 1625, zwanzig Tage vor seinem Todebesuchte der Kaiser Alexander auf seiner letzten Reise die jüdische Stadt Jusul Olai. Er besah daselbst mehrere Synagogen«. In Kotzloff besuchte er die Kirchen und Moscheen Und auch di-e Synagoge. ' __;_ Der Herr Banquier Gabriel Bergson in Warschau, hat vor Kurzem in seinem Geburtsorte Praga eine neue Synagoge erbauen lassen und dazu 80,000 polnische Gulden sä 4Grosehen Preuß. Courant) aus seinen Mitteln verwendet. Er ist ein Enkel des ehrwürdigen Samuel Sabutzky in Praga, welcher einst, als die Russen im Jahre 1794 unter Suwarow in einer Nacht diese Vorstadt Warschaus mit Sturm einnahmen und alle Einwohner, die sie gerade fanden, besonders die Juden, weil diese Praga bekanntlich mit großer Tapferkeit vertheidigten, niedermetzelten, rettete Sabutzky, welcher von den Russen als ein würdiger Mann gekannt war, vielen Einwohnern dadurch das Leben , daß er den Kosacken für jeden derselben, welcher ihm lebendig überliefert wurde, 100 polnische Gulden und für jeden der bereits g e t ö d t e t e n I u d e n, um die letztem nach jüdischen. Gebräuchen anständig beerdigen lassen zu können, einen Dukaten aus seinen eigenen Mitteln zahlte. Sehr groß war die Summe, welche dieser edle Greis dafür verwandte, besonders für die vielen Hunderte Frauen und Kinder, welche sich ln den Synagogenhof geflüchtet und in demselben eingeschlossen hatten, und deren Leben dadurch gerettet wurde. Sein Andenken ist daher,' besonders in Polen, in gesegnetem'Andenken, und wir erachten es als Pflicht, solches auch in der Sulamith zu ehren. D. H.

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