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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 201

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 201 (sequence 2)
Language
German
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201 mälde! Der holde unbefangene Knabe lieg( in den Zürnen der schwer besorgten, ahnungsvollen Mutter und sagt ihr Lebewohl. Der von Schmerz gepreßte Patriarch zieht ihn fort, der Opferhöhe entgegen, Vatergefüh! und blinder Gehorsam liegen ergreisend in den Zügen des AlLvaters, der die Opferpfanne und das entblößte Messer trägt; .vorn gehen die Knaben mit dem Holzbündel. Die Idee ist meisterhaft durchgeführt; absichtlich hat uns der Meister mit der Scene des beabsichtigten Kindtödtens verschonh und uns nur die geheime Ahnung dessen, was da kommen soll, gelassen; dadurch ist das Gemälde anziehend , statt daß es sonst erschütternd wäre. Der Ausdruck in den Köpfen ist i)1 hohem Grade klassisch, die Zeichnung genial, das Gemälde ein Epos der Kunst von unschätzbarem Werthe^ *) — Der zu München am 22. März 1833 verstorbene dramatische Dichter Michael Beer aus Berlin hat durch/testamentärische Verfügung ein bedeutendes Kapital zu einer von Sr. Mas. dem Könige von Preußen allergnädigst genehmigte Stiftung aus-- gesetzt, um unbemittelten Malern und Bildhauern jüdischer Religion den Aufenthalt in Italien zur Ausbildung in ihrer Kunst durch Gewährung eines Stipendiums zu erleichtern, welches dem Sieger einer jährlich bei der König!. Akademie der Künste Statt findenden Preisbewerbung zuTheil wird, und welche aus 500 Thalern jährlich, auf drei nach einander felgende Jahre, besteht. (Bisweilen wird es auch nur auf Ein Jahr bewilligt.) u.siw. Der Preis für 1837 ward einem Gemälde: Rahel und Jakob, welcher die bunten Stäbe schneidet. (1. B. Mos. 30,37.) zuerkannt. Der junge Maler Jul. Moser, aus Gumbinnen, erhält 500 Thaler zu einer Studienreise nach Rom. Der in der Jenaischen allgemeinen Literatur-Zeitung enthaltenen Universttäten-Chronik zufolge, werden in dem Sommer- Halbjahre 1837 unter Andern auch die Herren Professor D1-. Rubino und Dr. Hoffa (jüdischer Religion) in Marburg folgende Vorlesungen daselbst halten: Sophokles Antigone, Professor Rubino; Thucydides, Oi-.Hofsa; Plato'sLaches, Derselbe; drittes Buch des Cicero vom Redner, Derselbe; Horazens Oden, in Verbindung mit Theorie des lateinischen Styls und lateinischen Stylübungen, Derselbe. (Lateinische Conversatorien *) Komet 1836. Nr. 162.

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