Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2304627-2304643-2304644-10852134--08519-2312421- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 198 ״-- Sc. Durch!, der Fürst von Warschau hat ׳in Warschau, den Grundstein zu einem jüdischen Hospitale gelegt. Als vor einiger Zeit das Israelitische Central - Konsistorium in Paris Sr. Maj. dem Könige der Franzosen seinen Dank dafür abstattete, daß dieser erhabene Monarch sich so human der Sache eines Unterthanen Israelitischer Religion annahm und die bekannten kräftigen Maßregeln gegen Basel-Landschaft anordnete und ausführen ließ, äußerten Se. Majestät, daß Höchstsie nur darin eine Erfüllung der Negentenpflicht gegen einen französischen Unter- (Hanen erblicken, und es hoffentlich auch in manchen andern Ländem bald dahin kommen werde, wie in Frankreich, die Israeliten in Allem den christlichen Unterthanen gleich zu betrachten und zu behandeln. ___ London. In einer der letzten Versammlungen der königl. asiatischen Gesellschaft wurde eine Denkschrift des verstorbenen Hrn. I. M. Dickenson, aus Bombay: ״über die Schicksale der zehn Stämme Israels nach dem Fall von Samauct" verlesen. Der Verfasser geht, sehr scharfsinnig , in die Untersuchungen der verschiedenen Gelehrten über die Wohnsitze der gefangenen Israeliten nach der Zerstörung ihres Königreiches ein. Er ist der Meinung, daß die Ansichten Bocharts und Sir William Jones' ganz ohne Grund sind, läßt jedoch die Sache unentschieden, und hält es für wahrscheinlicher,-daß die Kinder Israels nicht lange mehr .als ein abgesondertes Volk bestanden. Mehr Gewicht, als dies von neuern Schriftstellern, in Bezug auf die, von den frühesten Ansiedlern in der Reuen Welt geltend gemachte, Ansicht, geschehen ist, legt Hr. D. auf die Idee, daß die nordamerikanischen Indianer hebräischen Ursprungs waren. Diese Ansicht, sagt Hr. D., wurde zuerst John Elliot (dem indianischen Evangelisten, wie er zuweilen genannt wird), von Hrn. Winslow, einem Handels-Agenten in Neu-England, im I. 1549 an die Hand gegeben, in der Folge von mehreren Schriftstellern verfochten und durch manche Gründe unterstützt, die aus einigen merkwürdigen Eigenthümlichkeiten abgeleitet werden, welche die Sitten , Gebräuche, religiösen Ceremonien, Gesichtszüge u. s. w. der amerikanischen Indianer charaktttistren. Hr. D. kommt sodann auf die schwarzen Juden von Malabar, die immer B e n e I sr a e l genannt werden, und glaubt, daß ihr Ursprung und ihre Geschichte wohl eine nähere Untersuchung verdienten. Er schließt indeß mit der Bemerkung, daß, wenn auch die Ver-