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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 197

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 197 (sequence 2)
Language
German
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197 — seinen Tönen wohnende Gemuth. *) Saturn ergreift mich zum dreißigsten Male sein mit jedem Tags mehr beliebter .Robert der Teufel, darum liebe ich seine Hugenotten, und ich möchte gern beifügen, den Dichter derselben. Dieser deutsche Quell ist-es, der die französischen Hände rührig macht, und dem französischen.- Munde Ausbrüche des Enthusiasmus entlockt» Meine innerliche, tiefere, wiewohl weniger laute Freude ist darum leicht begreiflich." Am 4. August 1836 starb im Haag, im 56. Lebensjahre,״ Herr C. Asser (Israelitischer Religion), Referendar erster Klasse im Königlichen Niederländischen Staatsrath, Sekretär im' Departement der Justiz, Ritter u. s. w., ein sehr geschätzter Jurist und als Staatsbeamter, namentlich bei der Kommission zur Regu- Lirung des National-Gesetzbuch es und als Präsident der Kommisfron zur Gründung der Ordnung des Israelitischen Gottesdienstes, sehr verdient. _. Fromenta! Hal^vy, der Komponist der ״Jüdin," welche in Paris (und überall) so großes Aufsehen macht, ist der Bruder des bekannten Schriftstellers Leon Halevy und von׳ deutschen Israelitischen Eltern in Paris geboren. Er wurde früh-׳ zeitig vater- und mutterlos, und mußte , da er kein Vermögen hatte, schon als Jüngling für sich selbst und seine beiden Schwestern sorgen. Er schrieb einige kleine Opern und wurde zuerst durch die Musik zu dem Ballet ״die Versuchung," noch mehr aber : durch die Vollendung der von Herold angefangenen Oper L u - dowic" bekannt. Seme neueste, eben erwähnte Oper wird seinen Namen berühmt machen; da er erst in seinem 32. Jahresteht und ein großes Talent ihm nicht abzusprechen ist, so läßt׳ sich wohl erwarten, daß er sich den berühmtesten Componisten׳ seiner Zeit gleichstellen wird. **)■ *) Dieser chrrstlich 6 Korrespondent meint also doch, daß ein Jude recht gut als ein Deutscher denken, fühlen und. betrachtet werden könne» Diese Wahrheitsliebe ist uns erfreulich. Aber werden nun nicht manche Judenfeinde bemüher sein, sein Urtheil schon bloß darum anzugrcifen, weil, nach ihrer feindlichen Behauptung, kein Jude, und wenn, seine Voreltern schon vor 1500 Jahren in Deutschland gelebt haben, ein Deutscher fern kann und darf? — — **) Modenzeitung.

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