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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 153 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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153 mehr fehlen. Und auch dieses Beispiel wird für unser Vätcrland nicht verloren sein, wo man das Gute zwar langsain vollführt, aber immer von ganzem Herzen will, und, einmal ergriffen, mit Beharrlichkeit festhält. Es wird die Macht der Wahrheit und der fortschreitenden Civilisation, es wird die Kraft des Worts, der besonnenen, aber ernsten Rede, es wird der Strom der Zeit, der vorwärts treibt, die letzten Reste mit sich fortspülen aller Trennung zwischen Menschen und Menschen, Kindern Einer Zeit, Eines Bodens und Eines Gottes. Und eben diese Zeit verbürgt, wie nach Außen die Anerkennung unserer Rechte, so nach Innen, auch von unserer Seite, ein würdiges, zweck- und zeitgemäßes Fortschreiten. Ehrenwerth ist's, wie Sie und Ihre Geistesverwandten, mit aller Kraft des Worts und der Wahrheit, zu kämpfen für die Anerkennung unserer Menschen- und Bürgerrechte, doch nicht jedem ist es gegeben, sich auf diesem Felde hervorzuthun; aber was wir Alle vermögen, das wollen wir Alle. Wir wollen durch Wort und That, durch Leben und Wirken beweisen, daß der deutsche Israelit nicht minder ein Deutscher ist, als der Protestant oder Katholik; wir wollen, durch herzliches Anschließen an das, wenn auch zum Lheil uns verkennende, doch darum von uns nicht verkannte, und nicht minder geliebte Vaterland, den überzeugendsten Beweis geben, wie die, welche uns für Fremde halten, die Richtung unseres Geistes und unseres Herzens, das ganze Streben und Sein unserer jetzigen Generation, den Stand unserer gegenwärtigen Einrichtungen, Bildungs-. und Wohlthätigkcitsanstaltens kurz-alles, was unser inneres Leben ausmacht, nicht minder verkennen als die Geschichte, welche nachweist, daß die Unfern schon seit änderthalb Jahrtausenden auf deutschem,Boden leben. Das Gute, welches die Zeit uns gebracht, die Bildungsstufe des deutschen Volkes und des 19. Jahrhunderts, wollen wir festhalten durch Einrichtungen, welche, ohne schädliche

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