Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
- Article
- Nekrolog
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 4)
- Language
- German
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Fried!anders mittheilen zu. können, und beschränken -uns jetzt vielmehr nur darauf, unsere Leser auf eine treff- Lche Predigt aufmerksam zu machen, welche der Herr Pre- Higer L)!׳. Kley zum ehrenden Andenken dieses wackem -Mannes in dem neuen Israelitischen Tempel zu Hamburg Israelitischen Begmbnißplatze den damals noch sehr rüstigen und äußerst lebhaften Friedländer näher kennen lernte und seine laut ausgesprochene Meinung über die dort gehaltenen Lerchenpredigten dreier (nun auch allesammt verstorbenen) sehr gelehrten Rabbiner, welche erstem von der gründlichsten talmudisch-theologischen Gelehrsamkeit zeugten, so wie seine scharsstnnigen und lehrreichen Bemerkungen über den Werth oder Unwerth mancher dortigen hebräischen Grabschriften in der Nähe des Grabes Mendelssohns, zu bewundern Ursache hatte. Wie wandelbar und vergänglich ist doch Alles auf dieser Erde! Nur der beseligende Gedanke an die ewigen Freuden jenseits und daß die hinterlassenen guten Werke und Thaten edler Menschen fortbestehen , verleihet uns stärkenden Trost! Auch diese gefeierten verehrten Männer wandeln nun nicht mehr unter uns! Ihre guten Werke aber haben sie hinterlafsen und sie genießen jetzt im Reiche des ewigen Lichtes, der Wahrheit Und der Vergeltung, in ihrer Verklärung den ewigen herrlichen Lohn ihrer guten Thaten! - Nicht mehr wird der achtftomme , seltene Wessely von Armut!), Nahrungs-- sorgen und Verfolgungen niedergebeugt, nicht mehr braucht EucheL durch seine Schriften und seinen ״Sammler" die Liebe zu den Wissenschaften und die Aufklärung in Israel zu erwecken und sich dadurch dm Anfeindungen witzelnder Gegner Preis zu geben, und nicht mehr hat Fried länder nö'thig, sich in Streitigkeiten über Dogmen einzulassen, oder durch ״Aktenstücke" zu beweisen, daß auch di- Juden Menschen seien und die staatsbürgerlichen Rechte verdienen! Am Throne des Attgereckten, in den Gefilden der ewigen Ruhe, des Friedens und der Einigkeit bedarf es solcher Mittel, solcher irdischen Thatkraft nicht —- eine weit höhere Bestimmung ist das Ziel! — Aber, fragt nun wohl mancher Beängstigte unter uns, wer wird denn wohl jetzt in Israel sich der Sache seiner Genossen so kräftig, wie jene, annehmen? Wir-aber rufe»