Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
- Article
- Allgemeines Israelitisches Gesangbuch
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
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67 Wenig hb'h'ce Freuden bleiben, Nichts den hd'h'ren Sinn erhält: Kommt der Sabbath, zu erlösen Uns-vom niedern Erdenstaub, Daß wir nicht, als hb'h're Wesen, Werden ganz der Sinne Raub. Nach der Arbeit Kampfgewühle Ruhn wir von des Tagwerks Last; Aon des Lebens eitlem Spiele Findet hier der Dulder- Rast. Draußen mag die Sorge quälen, Unter der der Geist erschlafft; An dem Sabbath fest der Seelen Stärket uns der Andacht Kraft. Zn des Hauses trautem Kreise Kehrt die fromme Feier ein; Kinder laben sich und Greise , An des Sabbaths Sonnenschein. Neue Macht gewinnt der Glaube; Da vergißt der rein're Sinn, Was ihn reizt im niedern Staube, Erdenlust und Erdgewinn. Hier in dieses Tempels Hallen, Wo uns Gottes Geist umschwebt, Wo des Dankes Lieder schallen, Jede Lippe freudig bebt, — Fühlt der Mensch, aus Staub geboren, Sich als seines Gottes Kind, Fühlen wir, daß wir erkoren Für ein hb'h'res Leben sind. Hier enthüllt es sich den Blicken: Dieser Erde nicht'ges Spiel Kann die Seele nicht beglücken, Führen nicht an's Lebensziel. Hb'h'res Hoffen, hb'h'res Sehnen Füllt die froh bewegte Brust, Und der Erde bitt're Thronen Wandeln sich in Himmelslust. 5 *