Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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— 61 — Der gelehrte Jurist, .Herr I. D. Meyer (ein.Israelit) in Amsterdam, wird nächstens in französischer Sprache eine Übersicht der Gesetze Europas, die' er auf 300 Seiten zusammengedrängt hat, herausgeben. ' Herr Eliacin Carmo ly, Ober-Rabbiner in Belgien, (wo, beiläufig bemerkt, die Israeliten emancipirt sind und bekanntlich^ auch die Israelitischen Geistlichen und Gemeindediener aus den Staatskassen besoldet werden), welcher auch ein Mitglied der asiatischen Gesellschaft in Paris ist, ist Hamit beschäftigt, die Reisen Benjamin's von Tudela (si Sulamith 4. Jahrg. ö. Heft, S. 352.) nach einem hebräischen Manuskripte aus dem 13. Jahrhundert, mit Noten und beigedruckter französischer Übersetzung, neu herauszugeben. In Paris besteht unter Leitung und,Aufsicht der Jftaetitischen ,,dociele des ainis 'du travail V■ .eine ©djule, worin gegenwärtig 300 Zöglinge, Kinder armer Israeliten, in der' französischen Hauptstadt Unterhalt und Unterricht empfangen. Ungeachtet des sehr beschränkten Fonds von 0000 Franken,^ wird doch für die Erziehung dieser Kinder 'unglaublich viel gethan. Sie werden nicht nur alle im Lesen, Schreiben und -Rechnen unterrichtet, sondern jene, die von ihren ,Eltern nicht zu frühzestig wieder aus der Anstalt genommen werden, auch, in der Mathematik, Grammatik und Zeichnung. Selbst nach vollendeter Erziehung sorgt die Gesellschaft noch dafür, daß die Zöglinge bei einem tüchtigen Meister in die Löhre kommen und' zahlt dafür jährlich 700 Franken, die durch Subscription aufgebracht werden. Sind die Zöglinge nach zurückgelegter Lehrzeit im Stande, selbst ein Handwerk zu Lteiben, so versieht sie die Gesellschaft unentgeltlich mit demnöthigen Werkzeuge. Bei Fr. Aug. Leo in Leipzig ist (1834) erschienen: ״Sagen aus dem Morgenlande, von Ludwig August Frankl." Herr I. v. Hammer äußert über diese Schrift in der Wiener Theaterzeitung unter A'nderm Folgendes: ״ Mit Ausnahme von Victor Hugo's ״Örieutales“ ist von einem in die Ursprache, selbst nicht eingeweihten Dichter der Geist des Morgenlandes nirgends treuer erfaßt und wiedergegeben worden, als Ln diesen - morgenländischen Sagen von Frankl."