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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 59

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 59 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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59 VIII. M i s c e l l e n. Die erschienenen ״Bilder und Lieder von Hmnette Ottenheimer" (1833. 8. 173 S., München, inKom- Mission bei Franz, Preis l Thlr.), gefallen allgemein. ״Morgenländische Phantasie ist bei dieser Dichterin mit deutscher Innigkeit gepaart und mit Tiefe des Gefühls verbünden. Sie gehört zu den besten Dichterinnen Deutschlands." In den Aphörismen heißt es unter Anderm: ״ Zürnen kann ich, obgleich eine Jüdin, den vielen Verfolgern meiner Glaubensgenossen nicht; ich beklage sie; indem sie unsere Menschenrechte leugnen und kränken, begeben sie sich des edelsten Theils ihrer Freiheit, jener innern nämlich, die ihr weites Reich im Rechten und Guten gründet. Aber komisch finde ich und traurig zugleich den dünkelhaften Wahn, mit dem sie sich Christen nennen. Die Lehre derselben ist lauter Liebe; wie kommt der Haß dazu, sich mit frecher Stirn ihren Bekenner zu nennen?" *) . Wenn es, wie ein neuer Reisender erzählt, in einigen Gegenden des Morgenlandes Ramatylen giebt, welchen Namen man den Mitgliedern einer besonder» Sekte von Juden gebe, die den Fröschen eine Art von Gottesverehrung erweisen, so beruht *) Wo lebt und wohnt denn diese achtungswerthe, liebe Dichtcrin? Sollte sie denn, besonders als Bekennerin der Jsraelitischen Religion, wohl nicht gern mit unserer Sulamith, die es so herzlich gut meint und als ächte Israelitin reine Liebe - gegen alle Menschen, ohne Unterschied des Glaubens, lehrt und verbreitet, in einige literarische Verbindung treten und sie bisweilen mit ihren vortrefflichen Geisteserzsugnissen erfreuen wollen? Der treue Vater der Sulamith ersucht deßhalb diese liebenswürdige Dichterin hierdurch achtungsvoll. Der Herausgeber.

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