Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Allgemeines Israelitisches Gesangbuch u.s.w.
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 3)
- Language
- German
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12 und m den zwei folgenden Heften , obwohl ohne weitere Auswahl, unfern Lesern mittheilen» D H Lied 2. Wir sehn ihn nicht, Den Unerschaffnen, den Einen, Durch den die Blumen blühn, die Sterne scheinen. Doch tönt aus seinem ew'gen Licht Dem Menschen, den er liebend schuft Entgegen seines Wortes Ruf: ״Ich bin der Herr, dein Gott!" Wir können ihn Zn seinem Wirken nicht ergründen, Noch das Geheimniß seines Wesens finden. Dem schwachen Sterblichen erschien Der hohen Kunde Helle Spur Durch Gottes eigne Stimme nur: ״Ich bin der Herr, dein Gott!" O wußten wir Nicht durch ihn selbst sein ew'ges Leben — - Welch eine tiefe Nacht würd' uns umschweben! Der arme Mensch! Wie ging' ihm hier In dem Gewirr der Welt das Licht Des Schöpfers auf, ertönt' es nicht: ״Ich bin der Herr, dein Gott!" Heil uns, daß er Sich selbst zu uns herabgelassen!; Nun kann des ׳Menschen Blick sein Licht umfassen. Auch in der Schöpfung hoch und hehr i Sie ist, ihm nur ein Widerball Von jenem inhaltschweren Schall: ״Ich bin der Herr, dein׳׳ Gott!" Wenn in der Brust Die ernste Pflicht den Menschen mahnet,- .Wenn in sich selbst ein Höheres er ahnet, Das ihn ergreift in'Weh' und Lust, —