Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Auszug aus einem Schreiben eines würdigen, gelehrten Rabbiners, an den Herausgeber über den Inhalt des neunten Heftes, siebenten Jahrganges der Sulamith
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 8)
- Language
- German
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ganze Eigenthümliche der Salomonischen Pres bigten ausgesprochen hätte. Niemand wird es näm, lich verkennen, wie diese Vorträge durch Reichthum der Ideen, durch einen treffenden Witz und tiefen Blick in das menschliche Herz, durch die Kraft, Le, bendigkeit und wahrhafte, wir möchten sagen, pro» phetische Begeisterung, welche in ihnen herrscht, den tiefsten Eindruck auf Geist und Gemüth des Lesers (um wie viel mehr des Hörers) hervorbringen muss fein Wie nun aber die berühmtesten Kanzelredner neben der Menge von Schönheiten, die ihre Reden enthalten und sie zum Muster für andere machen, auch manche Eigenthümlichkeiten haben, die nicht nachgeahmt werden dürfen, so ist dieses auch bei unserm Salomon der Fall. Sie betreffen aber nicht bloß die Art und Weise, wie er den Text aus, legt und anwendet, sondern seine ganzem Darr stellungsweise überhaupt, und es wäre daher, besonders für angehende jüdische Theologen, die sich nach den Salomonischen Predigten bilden wollen, von großem Nutzen gewesen, wenn der gelehrte Hr. Recrnsent hierauf aufmerksam gemacht hätte. Die angekündigten, in hebräischer Sprache ver, faßten Schriften (der Herrn S. Bloch und S. Rappos port) verdienen gewiß das Lob, welches ihnen beigelegt wird und sind auch um deßwillen eine erfreu, liche Erscheinung, weil sie auf's Neue die Meinung widerlegen, als sei׳ die hebräische Sprache zu arm, um sich hierin genügend ausdrücken zu können." u. f.w.