Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Mittheilungen neuester Reisenden über die Israeliten in Charleston in Süd-Carolina, Marokko, Mesched, Gibraltar und Kahira
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 6)
- Language
- German
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36L Talmud findet man nicht häufig unter ihnen , ihre Mel ist dieselbe, w!e die europäische. Sie besitzen vier schöne Synagogen, von der Zeit von Nadirschah her, und haben Erlaubniß, ihrer so viele zu bauen, als ihnen gefällig ist. Sie stehen unter vier Rabbi« neu und haben einen Bürgermeister, der ihre Ange« legenheit bei de» mahsmedanischen Obrigkeiten ver« tritt. Sie sind strikt und heirathen nie in Jsraeliti« schen Familien von Dezd, da diese im Verdachte der Zauberei stehen. Ihr Handel mit Lurkestan ist ausgebreitet, sie verbergen aber ihre Reichthümer. ״Sie hassen die Christen nicht!;" **) - *) Sollte wirklich diese Dummheit die Ursache sein? oder fürchten sie etwa jene Zauberkraft der schönen Frauen, welche z.B. auf den oberwähnten ernsten Ali Bey in Marokko so sichtbar;wirkte, daß er bei der Schilderung der dortigen Israelitinnen fast ein Schwärmer wurde? **) Der Verfasser scheint von dem Vorurtheile in seiner Erziehung noch nicht frei zu sein, und stellt dieses-als ein Wunder dar! Wer selbst die Mittelklasse der Israeliten genau kennt, wird leicht eingestehen, daß dieser Haß gegen die Christen, alsssolche, nirgends Statt findet und daß nur die oft schwer drückende Behandlung der Israeliten die Liebe schwächt, die sie hingegen überall zeigen, wo man ihnen mit Liebe begegnet. Welchen Grund sollten nun gar wohl die un* ter orientalischen' Herrschern wohnenden Israeliten haden, die Christen zu hassen? Etwa die Verschiedenheit des Glaubens? Mit Nichten. Nach den Lehren selbst des rabbinischen ZudenthumS, haben die