Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Mittheilungen neuester Reisenden über die Israeliten in Charleston in Süd-Carolina, Marokko, Mesched, Gibraltar und Kahira
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 4)
- Language
- German
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der aus Spanien 1481 und 1494 und endlich aus Porlugal 1496.*) Zn den Seehäfen bilden die Israeliten eine zahl« reiche gesellige Einwohnerzahl; sie sind Handelsleute, Mäkler, Künstler, Handwerker, Dollmet« scher u« s. w. und gewöhnlich dienen sie als Mit« telsperfonen bei politischen und merkantilischeu Unter« Handlungen mit den Christen. Von den Mauren, welche zugleich auf unvernünftige Weise fanatisch, gleißnerisch und grausam sind, alle Fremde» verab« scheuen, die Christen aller Bekenntnisse verfolgen und auch die Israeliten unterdrücken, sind sie Schmach und Quälerei ausgesetzt« **) Die Israeliten dort sind sehr anhänglich an ihre Religion und gewissenhaft in Ausübung der Gebräuche und Ceremonien. Die unter den Berbern lebenden י) Armes, unglückliches Volk , was mußtest Du schon leiden! D. H. **) «In mehreren Hafen deS Marokkoschen Reiches ist es den Christen nicht gestattet, sich aufzuhälten und ein Haus zu besitzen; sie dürfen sich nur für eine be- ׳ schränkte Zeit bei den Juden einmiethen." — Welche» Stoff zu Betrachtungen giebt dieses barbarische Gesetz für diejenigen, welche die Israeliten in Deutsch« land gern eben so beschränkt sehen. Wer denkt hierbei wohl nicht unwillkührlich an den von Rabbi Hille! schon 100 Jahre vor der Zerstörung des zweiten TempelS geschehenen und auch vom Christenthume geheiligten Ausspruch: ״Was Du nicht willst, daß man Dir thue, daS thue auch einem Andern nicht!" D. H.