Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Emancipations-Bill für die Israeliten in England und die Bewilligung des Gehaltes der französischen Israelitischen Geistlichkeit aus den Staatskassen, betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 264 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311279--08008-2311660- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
;1 י: י) England. —- ־£e«* Waith mann bemerkte am 20. Mai 1830 Folgendes im Parlamente: ״Die Bill wegen der Juden ist in der Sitzung des Unterhauses vom, 17. Mai durchgefallen; dieser Ausgang der Sache soll indeß bei den Israeliten wenig Verdruß erregt haben: es hatten nicht mehr als 520 derselben die Bittschrift um die Erlangung vollkommener Bürgerrechte unterzeichnet , und unter diesen sollen nur wenige gewesen sein, welche etwas dabei hätten gewinnen können. *) Der Vorschlag kam gänzlich von den Christen, und zwar Ursprunglich von einer religiösen , obgleich nicht frömmelnden Partei (die Frömmler find, nebst den Ächt-Angelie kauern dagegen); die Bittschriften von christliche« ,Seite waren zugleich und von sehr achtbaren Persvneu unterzeichnet; auch stimmten 165 Mitglieder im Hause dafür. Obgleich also die Regierung rs dieß- Mal für gut fand, fich zu widersetzen und daher auch eine Mehrzahl für fich hatte, so kann man doch nicht zweifeln, daß solche in wenigen Jahren siegen wer- *). Man glaubt in Deutschland irrthümlich, daß es in England, wie in vielen deutschen Ländern , für die Israeliten eben dieselben wesentlichen Beschränkungen giebt. Dem ist aber nicht so. Jeder, selbst auslän- ׳ dische, Israelit kann sich in England anst'edeln und etabliren, Handel und Gewerbe treiben und braucht weder einen Judenschutzbrief, noch ähnliche Dinge, denn Niemand fragt dort nach seinem Glaubensbekenntnisse deshalb.