Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über das Leben und Wirken des im Jahre 1827 verstorbenen Landrabbiners Herrn Isaak Heß Kugelmann zu Lengsfeld
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 8)
- Language
- German
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221 (gewiß ein seltenes Beispiel von Humanität im lie, ben deutschen Vaterlande!), sicherte ihm ein anstän, diges Auskommen und machte ihn von seinen noch zu sehr an dem Herkommen hängenden Gemeinden unabhängig. Seine öffentliche Ernennung vermehrte sei« Ansehen und stellte ihm im Range mil den übrl, gen Staatsbeamten gleich. Das erheiterte den Treff, lichen und spornte ihn an, seine letzten Kräfte noch dem Wohle seiner Glaubensbrüder zu weihen und die humane Staatsbehörde, welche ihn so sehr auszeich, nete, zu überzeugen, wie sehr er darnach strebte, ihre Absichten , die ja mit den Vorschriften der Zsraeliti, schen Religion in vollem Einklänge stehen, auf das Kräftigste zu fördern. Es waren erst wenige Mo, nate seit seiner öffentlichen Ernennung verflossen, so legte der Treffliche schon dev Behörde eine Synagvr gen, Ordnung vor, in welche« er die Abschaffung meh, rerer bei dem Israelitischen Gottesdienste eingefchliche, nen Mißbräuche beantragte (wie z. B. das Verfiel, gern der. gottesdienstlichen Ceremonieen, die profanen Melodieen beim Gebete, der Segen beim Vorlesen der Thora (Mi ^cheberach) die Suloth, Gebete (zwischen Ostern und Pfingsten u. f. w.), das Schir, Hajichud u. a. m. "י) Da indeß die Bestätigung dieser zweckmäßigen Vorschläge von Seiten der Staatsbehörde sich verzögerte, suchte der Verewigte, *) Dieses Alles ward auch früher vom vormalige« Westphälischen Konsistorium der Israeliten abgeschafft. ״ ־ / ' D. H. '