Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Etwas über die Israelitische Waisen-Verpflegungsanstalt zu Breslau
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 3)
- Language
- German
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Vier oder fünf Kinder, die das Ehepaar hinterlassen hatte, waren ohne alle Unterstützung. In einer Abendgesellschaft vereinigten sich mehrere achtungswerthe Männer, namentlich: Der Assessor des-hiesigen Rabinats S. Pappenhetm (ein rühmlich bekannter Familienname unter den Israeliten der Provinz Schlesien), I. Hausmann, S. B. Guttentag, A. Hunersdorf (sämmtlich schon an dem Orte der Vergeltung), nahmen sich der verlassenen Waisen an, und die gesammelten Beiträge wuchsen so weit an, daß bald etwa zwölf Kinder, Mädchen und Knaben, verpflegt werden konnten. Die- Knaden erhielten einen Pflegevater und Lehrer, die Mädchen wurden außer dem Institute mit Geld unterstützt. Später erhielten auch Wittwen Unterstützung für Knaben, die aus verschiedenen Ursachen nicht ins Institut ausgenommen werden konnten oder sollten. Wie denn aber jede Einrichtung, wenn sie würdig bestehen soll, zeitgemäß abgeändert werben muß, so mußte auch diese Anstalt eine Veränderung erfahren, wenn sie sich nicht überleben sollte. Glücklicherweise erhielt die Anstalt Vorsteher, die, durchdrungen von der Würde ihres Amtes, Vater der Waisen zu sein, den heiligen Zweck ihres Strcbens nicht aus den Augen verloren und ihn ohne Ansehin der Person rastlos verfolgten. Neues Leben kam in die Anstalt, die Beiträge vermehrten sich, die Kinder wurden einer öffentlichen Schule übergeben, ihre Fahl mehrte sich, denn die Unterstützungen außer der Anstalt hörten auf. Man dehnte die Sorge für