Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zwei Berichte über den Verein zur Beförderung von Handwerkern unter den Juden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 27)
- Language
- German
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] Mangel an guten jüdischen Schullehrern nur erreicht \ werden durch die Bildung von Seminarien für einzelne I Provinzen. Diese müßten aber alsdann eine Einrichtung haben, wie die herrschaftlichen Provinzial-Schul-Kollegien,? so daß alle Schullehrerstellen in der Provinz nur aus ihnen besetzt würden, ein allmäliges Fortrücken von gej ringeren in bessere Stellen Statt fände. Zu dem Fond j dieser Anstalten müßten alle jüdischen Familien im Der-! hältniß ihrer Vermögensumstände beisteuern, damit auch z die kleinern Orte eines Lehrers für ihre Kinder theilhastig, und dieser demnach Anfangs eine Besoldung erhielte, p die seinem Dienste angemessen wäre, p Mehrere größere Orte besitzen bereits ähnliche Se- ■] minarien, unter andern z. B. hat Cassel seit 1825 eine 1 Israelitische Bürgerschule, verbunden mit einem Schulp lehrer-Seminarium für die Provinz Niederhessen, die ihre ß Gründung der wohlthätigen obern Leitung der hohen pj Regierung der Provinz und der Thätigkeit des jüdischen j Provinzial-Vorsteheramts verdankt. *)? Der würdige vr. Haindorf in Münster hat durch s die Bildung eines Vereins, zur Errichtung einer Schul- | anstatt für künftige jüdische Schullehrer, in der, nach i dessen zweitem Jahresbericht, der mir vorliegt, bereits f 5 Knaben zu diesem Zwecke gebildet werden, den Grund- I stein zu einer solchen Anstatt für Westphalen gelegt. Der 1 Stifter derselben hat den׳ Wunsch ausgesprochen, daß י sich unser Verein in dieser Hinsicht dem seinigen an- *) Auch Deßau besitzt jetzt ein solches Israelitisches Seminar. D. H.