Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zwei Berichte über den Verein zur Beförderung von Handwerkern unter den Juden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 20)
- Language
- German
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Wahrend in einzelnen Staaten die -Juden nur als Schützlinge betrachtet werden, riefen Milde mit strenger Folgerechtigkeit jüngst in Würtemberg neue treffliche Gesetze zur: :bürgerlichen Feststellung der Juden inslLeben. Während hier Stimmen laut werden über die Unverbesserlichkeit der Juden und sie des ihnen unter der Fremd- Herrschaft, wie! sie sagen, voreilig erthcilten Bürgerrechts für unwerth erklären , lesen wir mit Freude in öffentlichen Blättern Berichte aus Frankreich, in denen es wörtlich heißt: ״ Es ist nicht zu leugnen, daß in Frankreich die Gleichheit der bürgerlichen Rechte, die man den Juden mit den Christen angedeihen läßt-, sich als wahrhast! heilsam : bewährt hat. - Von jenen schmutzigen Betteljuden,׳ ׳ wovon vor der Revolution die Elsaß wimmelte, sicher "man-nur wenige mehr. Es herrscht in ihren Häusern -viel mehr Reinlichkeit, als ehedem, und recht viele treiben-nützliche Gewerbe; mehrere unter ihnen, die hier-als Kausleute ein bedeutendes Vermögen besitzen, zeichnen sich durch, Delikatesse und- Wohlthätigkeit Gunter ihren . Mitbürgern aus; ja in den verschiedenen Wucher- Prozessen , die. seit einigen Jahren vor dem hiesigen Zuchtpolizei-Gericht verhandelt wurden , spielen die Juden keine bedeutendere Rolle, als manche sogenannte Christen, unter denen sich selbst einige Geistliche befanden. -Es ist daher billig, daß, so wie es auch die Charte und der Geist der französischen Gesetzgebung will, jede Scheidewand schwinde." ::: .■׳' Während, von Stumpf- und Starrsinn rimfangen, ein Lheil unseres Volks selbst gegen jede Läuterung- und dem Geiste des Jahrhunderts entsprechende Verbesserung