Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 2)
- Language
- German
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die Konsirmandcn sich in Gegenwart ihrer Eltern, Lehrer, Mitschüler und eines zahlreichen Kreises von Freunden der Jugend zu den Pflichten bekennen, welche ihnen obliegen, man mit Entfernung alles dessen, was für ihr Alter noch zu hoch iss, sich an das hält, was dem gottergebenen Menschen das Wichtigste sein muß, /und bei dieser feierlichen Gelegenheit auf ihr Herzzu wirken, ihr Gemüth anzusprechen sucht, so dürfte hierdurch jede Bedenklichkeit gehoben, und der Eindruck, den das Ganze auf die jugendlichen Seelen macht, kein verlörener sein.*) Wenigstens glaube ich dies an meinen Zög- *) In Gemeinden, wo es Schwierigkeiten verursacht, die Konfirmation der Kinderin der Sy n a g o g e während des Gottesdienstes verrichten zu lassen, Mögen Alerdings die Schulhäüser dazu am geeignetesten sein. Man kann indeß sicher erwarten , daß dann" späterhin die Eltern fast allgemein den Wunsch äußern, oder es" wenigstens nicht ungern sehen werden , daß diese feierliche ׳Handlung in der Synagoge geschieht. Mich hat die Ersahrung davon überzeugt. Seit vielen Jahren werden in der hiesigen Gemeinde (in 'Deßau) die Israelitischen Kinder öffentlich konsirmirt Und eingesegnet. Früherhin geschah dies freilich in Privathäusern oder im Locale der Franzschule; seitdem aber, von den humanen Höchsten Behörden unterstützt,, die Einrichtung hier festgesetzt wurde, daß die Konfirmation öffentlich in der Synagoge während des sabbathlichen Gottesdienstes/Statt haben müsse, "und die Eltern verpflichtet seien,-ihre Kinder dahin z u s ch i ck e n, findet nicht allein fast Niemand, selbst nicht der strengste Gegner des Neuern, . diese Handlung unzweckmäßig, sondern man zählt vielmehr