Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der stille Garten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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27? VII. M i s c e l l e n. Der stille Garten. ׳sGiebt einen Garten süßer Ruh, ' Wer sollte den nicht kennen? Wir alle eilen ihm ja zu, Wenn wir uns einst hier trennen. Kein Lied ertönt der frohen Lust In seinen engen Mauern, Nur Schmerz bewegt die öde Brust Und füllt den Geist mit Schauern. . Die Zähre netzt statt Himmelsthau Die kleinen Gartenbeete, In der Zypressen düsterm Grau - Verschwimmt die Abendröthe. Die schlanken Zweige trauernd senkt Die Lhränenweide nieder. Ach! wen ihr Schatten mild umfangt, Bringt keine Thrane wieder. Des Gartens Wärter ist der Tod; Sein Herr doch thront dort oben, Wo hehr erglänzt das Morgenroth, Hoch über'm Staub erhoben.