Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einweihung des neuen Israelitischen Bethauses zu Wien
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 3)
- Language
- German
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ser Zahlnicht überdieß an die 12 Monate denken darf, in die, nach Htrodot, schon die Aegypticr, unter denen die Israeliten so lange lebten, das Jahr eingetheilt hatten Die übrige Abcndbcleuchtung ging von einer Reihe Kerzen in den beiden halbrunden Seitenbogen und von einer Menge anderer auf den riefigen Kroncnlenchtern aus, .die, stark vergoldete Holzarbeit, von der Wölbung im Vordcrtheile herabhängen. So viel von Bauart und Ausschmückung dieses Tempels, der an Größe und Pracht übertroffen werden kann, aber was Geschmack betrifft, mit jedem sich messen mag. Der Baukünstlcr ist Herr Architekt und Mitglied der Akademie der bildenden Künste, Joseph Korn- Häusel, ein gebvrncr Wiener; und sein Verdienst um so größer, je mehr Schwierigkeiten der Oerklichkeit zu überwinden waren. *) Zu dem Feste dieses Abends *) Die ganze äußere Fronte gegen die Gaffe wurde zu einem sehr geschmackvollen und freundlich eingetheil« ten Wvhnhause und nur der innere Raum hinter demselben zum Bethause verwendet. Die Wohnungen sind bequem und schön; der Zins, welchen sie abwerfen, bildet einen Haupteinnahmszweig zur Bestreik tung der Unterhaltungskosten und zur Bezahlung der Interessen, welche von den auf Aktien aufgenommenen Baukosten zu vertheilen sind. Der Bau soll aber auf nicht weniger als 140,000 Guldey, in Cpnventionsmünze, gekommen sein; wahrlich eine große Summe für die geringe Anzahl der hier an-- sässigen Israeliten, zumal die Zeiten für den Handel, welchen sie sich mit geringer Ausnahme alle widmen, so beispiellos schlecht sind. Dem Feuereifer