Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 2)
- Language
- German
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sephus der Sohn des Priesters Mathias, hat sein vorzüglichstes Talent als Historiker bei Griechen und Römern beurkundet, und sich auch der Nachwelt als scharfsinniger Forscher der Wahrheit offenbart. Es ist ein irriger Glaube, daß er die alte Geschichte seines Volkes im Geschmacke des römischen Archäologen Dionysius von Halykarnaß verfaßt habe. Sv hoch auch dieser berühmte Mann als Geschichtschreiber steht, so tief muß ihn der Tadel verwunden , der den Historiker nie treffen darf. Mährchen, welche in seinen römischen Alterthümern spuken, verrathen, daß er mit Herodot Eine Wiege des Lebens, daß sie Eine Vaterstadt hatten, und geben die deutlichsten Spuren seiner Leichtgläubigkeit.*) Zosephus aber drückt jedem seiner Worte den Stempel der Wahrheit auf; sie ist ihm vom Geiste der heiligen Urkunde eingehaucht, und wird ihm ein ehernes Schild, mit welchem er als muthiger Kämpfer den GraMmatiker Ap pio n besiegt. ״Wir — sagt er — **) haben nicht unzählige Bächer die einander widersprechen, sondern nur zwei Und zwanzig ***), welche die Geschichte -vergangener Zeiten *) Ein Scheermeffer schneidet auf das Wort des Augur Naevius einen Kiesel mitten von einander; zum Besten der uralten Stadt Kumae, stießen gegen ihre Quelle zwei Flüsse zurück, und dergleichen Wunderdinge mehr. **) Contra Ap. lib. I. §. 8. Auch Eusebius (hist, eccles. lib. X.) theilt diese Stelle mit einigen un» wesentlichen Abänderungen mit. Ge such Eichhorns Einleitung in das alte Testament 1- L.-§. 40. ***) Warum Iosep h u s -22 kanonische Bücher an- 13 *