Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Deßau [Nachricht]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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69 XI. M i s c e l l e n. ^Zn Deßau, dem Geburtsorte des unsterblichen Weltweisen Moses Mendelssohn,*) gedeihet fortwährend so manche gute und gemeinnützige Anstalt in der. Jsraelitisehen Gemeinde. Die öffentliche Konfirmation der Knaden findet jährlich einige Mal am Sabbath, wahrend des Gottesdienstes, in der Hauptsynagoge Statt und oft hört man in derselben inhaltreiche deutsche Predigten. Die Franzschule (Israelitische Haupt - und Freischule,) deren nützliches Wirken allgemein anerkannt wird, leistet ununterbrochen viel Heilsames und wird von den Jsrae- *) Es verdient bei dieser Gelegenheit bemerkt zu werden, daß sich sehr oft-reisende Israeliten, besonders aus Brody, das Häuschen (in der Hospitalstraße, No. 337.) zeigen lasten und ehrfurchtsvoll betrachten, in welchem Mendelssohn geboren wurde und lebte, ehe er im Jahre 1742 mit dem damaligen Deßauer Rabbiner, Hrn. David Frankel — dem Großonkel des Herausgebers dieser Zeitschrift — nach Berlin reifete, wohin dieser edeldenkende Rabbi berufen wurde, um daselbst, als in seinem Geburtsorte, die Stelle eines Rabbiners anzutreken. Es ist übrigens bekannt, welchen Einfluß die liebreiche Behandlung und. der lehrreiche Unterricht dieses Rabbi's auf das künftige Schicksal Mendelssohns und also auch auf die Umgestaltung so mancher Verhältniffe der Israeliten in Deutschland hatte. —