Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Aufklärungen über die Brieftaubenpost im Orient aus altjüdischen Quellen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 417 (sequence 2)
- Language
- German
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Hier nämlich oder IN dem Abschnitt Rosch Hasch an ah Kap. I. tz. g. werden als Zeugen für dm' Aufgang des Mondes unter andern diejenigen verworfen, welche Tauben fliegen machen, d.׳h. zum Fliegen? ü n st l i ch a b r i ch t e n (wahrscheinlich, um darauf, wie dieses noch neulich in Brüssel und Lüttich geschehen ist, ansehnliche Wetten zu gründen). Die saubere Gesellschaft von Würfelspielern und Wucherern in welcher sie erschienen, möchte eine solche Auslegung durch eine Gewinn abwerfende Betriebsamkeit als eine im Zusammenhang wohl begründete rechtfertigen: Eine andere Stelle bietet sich dar in dem zweiten Targum des Buches Esther, welches nach der Bollendüng des Talmuds im siebenten oder achten Jahrhundert nach Christi Geburt sein Dasein erhalten haben mag. Unter den abgeschmackten Mährchen, die Kapitel 1 i §3. 3 von dem König Salomon und seinem Verhältnisse l zur gepriesenen Königin von Saba oder von Jenem j (nach Aden Esra's Erklärung zu Daniel K. XI., 6.) j erzählt werden, erfahren wir, daß der König ein abge-; sandtes Briefchen unter die Flügel eines wilde »Hahns wohl verwahrt gesteckt, d. h. wie in solchen Fällen zu geschehen pflegt, unter einen Flügel gelegt und mit einer!׳ Nadel oder einem Stift an die Feder befestiget habe. :! Die Ursache aber, warum zum Boten eines solchen Schreibens nicht die Taube gewählt worden, ist allein in der wichtigen Nolle zu suchen, die der wilde H a h n in diesem Kreise von Dichtungen zu spielen pflegt. Außer den Aufklärungen, die ich über die Wrieftaubenpost in dem zweiten Bändchen der Schrift: Med-