Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2z2 Herr M. Cohen, ein talentvoller Mann, welcher ftüherhin als Lehrer in Fulda angestellt war, sticht nun in seinem jetzigen Wohnorte Schwarza, unweit Meiningen, seine Glaubensgenossen durch öffentliche deutsche Reden und Vortrage, die inhaltreich und zweckmäßig aus» gearbeitet sind, zu belehren, und sie für das Höhere und Bessere empfänglich zu machen. Herr Hartwig Philipp R e e, Kaufmann in Aarhuus in J ütland, ein einsichtsvoller, kenntnißreicher und achtreligiöser Mann , welcher besonders die jüdische Theologie studirt hat, und das Bedürfniß fühlt, zur Verbesserung des Israelitischen Kultus in seiner Gemeinde beizutragen, hat daselbst seit beinah zwei Jahren eine neue Ordnung in seiner Synagoge eingrführt, die dort Beifall findet. Er schaffte nämlich zuvörderst alle veraltete, dem Zeitgeiste nicht mehr angemessene Melodien ab, und führte dafür angemessenere beim Gottesdienste ein. Der Kantor verrichtet übrigens die Gebete auf eine zweckmäßigere Art und mit besserer Aussprache und Betonung der Wörter, als dieß bisher überall üblich war. Diese neue Eimichtung, so wie auch die in Musik gesetzten, für den Kantor, die Gemeinde und die Chöre bestimmten hebräischen Gebete) sind bereits auch von andern Israelitischen Gemeinden in Dänemark bei gedachtem Herrn Ree verlangt worden. Der unanständige Verkauf der Ceremonien in der Synazöge, ist völlig abgeschafft *), Ein neues Gebet für den König und das Königliche Haus wird in der Landessprache *) So wie vormals im WestpWischen Reiche und seit r2 Jahren in Dchau,.