Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der erste Seegen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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■‘"219 ■■־‘י"־““"“־ SSott " Schalom!״ Glückseligkeit, gesungen war, und die Miester ihre seegmnden Hände sinken ließen, sah Simeon/ mit Erstaunen des Sohnes Antlitz, das ganz verklärt war, und seine Augen, die da strahlten. Was ist dir, Natanael? sprach der zärtliche Vater. Ach Water, sprach Natanael, und weinte an seinem Halse; mir ist wohl, mir ist himmlisch zuMuthe, mir ist wie einem , der ein göttliches Gesicht gehabt, der ׳ des Herrn Antlitz geschaut. Hör'! Vater, wie mir geschah: Als ich vorhin ganz Demuth, Gottergedung und Liebe, die ersten Worte des heiligen Seegens ausgesprochen, da war mir's, als thäte sich vor meinen Augen auf ein unabsehbares blumenreiches Gefilde,, das, voll der schönsten Bäume von allen Welttheilen war, die je mein Auge abgebildet gesehen, und auf den Blumen sitzend, und unter den Baumen wandelnd,, stch ich Menschen von allerlei Farben und Trachten, die hatten gar vielerlei und sehr verschiedene Beschäftigungen; viele aber unter ihnen hoben flehend ihre Hände empor, und sahen sehr sehnsuchtsvoll zum Himmel hinauf. Und mir war's, als öffnete sich der Himmel über der schönen Flur, uns als ertöne es mit zauberisch süßer Melodie: Ich seegne und behüte euch Alle. Ich lasse mein Antlitz über euch leuchten, und bin euch gnädig. Ich wende mein Antlitz zu euch und schenke euch Glückseligkeit. Und ״Amen!" ertönte es von der ganzen unabsehbaren Flur, und ״Amen!" rief auch hier die versammelte Gemeinde; die heilige Handlung war vollendet; die Erscheinung war vorüber. 16 *