Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Ansässigkeit der Hebräer in Österreich überhaupt, und in Wien besonders
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 2)
- Language
- German
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Ein gewisser P. Mathias Fuhrmann *) will Leweisen, daß Wien früher als Rom erbauet worden sei, und stützt seinen. Beweis auf einen, mit hebräischen Charaktern bezeichneten Grabstein, welcher,-wie Wolfgang Laz in seinem Buche: v« migrat. 6ent. meldet, einst zu, Gumpenvorf nächst Wien, folgenden Inhalts gefunden wurde, nämlich : 21»'» ' ' . הגדמי כעינת מיבריאת ע^ום 'בא' 'ק׳ת׳ם Diese Grabschrift wurde von Johannes Sy l v e st er, damaligem Professor - an der Wiener Universität, mit Hülfe eines jüdischen Konvertiten, Namens Christoph Mylander, mit folgenden Worten in das Lateinische übersetzt: ־ Mardacbi de genere gigantuni, vir fortis, magnus (scilicet: mortuus vel sepultus est) anno a Creatione xuaadi bis millesimo cjuingentesimo et sesagesirao **). Nun argumentirt dieser Autor folgendermaßen: Der Stifter der christlichen Religion ward im Jahre 4052 nach der Weltschöpfung -geboren; dieser Grabstein aber im Jahre 2560 »ach Erschaffung der Welt, also 1492 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung, dem zu oder nächst Wien verstorbenen Riesen Märdachai gesetzt. Da 'nun , wie bekannt, Rbm im Jahre ZMl nach der Welt-- schöpfung erbauet Mrde/ ergo ist Wien um-751 Jahre *) Alt und neues Wien rc. von P. Mathia Fuhrmann. Wien 1738. -D? h. Mardachi ans dem Riesengeschlechte, ein starker und großer׳ Mann (ist gestorben oder ward .Hegraben) im Jahre 2560 nach Erschaffung derWelt.