Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Einweihung der großen Synagoge zu Paris
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 5)
- Language
- German
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men Begeisterung. Unsere Lage ist freilich sehr verschir- | ten von der unserer ehrwürdigen Borältcrn, die, nach- $ dem sie Zeugen der Pracht des Salomonischen Tempels ii gewesen waren, seufzten, wenn sie ihn mit dem wenig zierlichen Bau des zweiten Tempels verglichen. Wir : hingegen, die wir seit so vielen Jahren gewünscht haben,; in der Gegenwart Gottes zu erscheinen, an einem Orte, : der ihm geziemt, unser erstes Gefühl äußert sich heute in | den Thronen der Rührung, mit denen wir dieses Heiligthum benetzen. Welchen Dank müssen. wir nicht diesem Gott der Güte zollen, der Frankreich seinen rechtmäßigen König wicdcrgegeben hat, diesen neuen Cyrus, dessen schützender Zepter jedem freie Ausübung des Gottesriensies seiner , Water gestattet? Dieser neue EyruS, sage ich, der durch seine. Befehle selbst an der Errichtung dieses Tempels und an seiner Einweihung mitgcarbeitct zu haben schien. Unmöglich kann unser unbegränzteS Gefühl der Liebe und Treue gegen den erhabenen Monarchen dadurch noch. mehr gesteigert werden; unmöglich können wir unserer Dankbarkeit Gränzcn setzen. Meine theuern Brüder, es giebt Umstände, bei wel- ׳'chmder Diener der Religion eben so alle, alS überzeugende Wahrheiten vor Augen stellen kann. Ich könnte leicht Beweise anführen, daß, zu sehr überzeugt von die- - f«n großen Wahrheiten, wir wenige Aufmerksamkeit auf dieselben richten; durch ein Derhangviß, -aS nur von unserer,physischen und moralischen Schwäche herrührtkönnen wir daS leichter vergessen was uns nah liegt. ׳ So will ich denn das was dem. erhabenen Gegenstände: