Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1820-01-01 · Heft 1 · p. Seite 359

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 1
Article
Poetische Hobelspäne
Date
1820-01-01
Page
Seite 359 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2304627-2304634-2304635-2309175--06382-2309688
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Darauf geht ihr ganzes Streben! Und wahrlich ich werd' es noch erleben, Sie kommen dem Herrgott wohl auf die Spur Und schaffen sich eine ganz neue Natur» . Machst du es allen Menschen recht, Machst du's gewiß recht herzlich schlecht Erst treibt ihr den Teufel in die Kinder hinein, Und wollt über Teufeleien dann schreien? Ihr zieht sie zur Unart mit Scherz und mit Lachen, Und wollt sie durch Prügel dann artig machen. Gar manches, was euch im Leben verdrießt, In Bildern und Wersen ihr gerne genießt. Der Mensch kann das Allerhöchste aus Erden, Und doch auch das Allerniedrigste werden. Willst dU dich an der Natur erquicken, So mußt du Gott auch im Kleinsten erblicken. Scheint dir die Sonne der Liebe nicht, So schwindet dir auch das Lebens Licht, Und verdoppelte sich der Sterne Schein, Das All wird ewig dir finster sein. Wer des Lebens Funken hat angefacht, - Der hat auch den bittern Tod gemacht, Und Tod und Leben zusammengcwoben, Daß alle Geister den Ewigen loben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.