Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Poetische Hobelspäne
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 2)
- Language
- German
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Darauf geht ihr ganzes Streben! Und wahrlich ich werd' es noch erleben, Sie kommen dem Herrgott wohl auf die Spur Und schaffen sich eine ganz neue Natur» . Machst du es allen Menschen recht, Machst du's gewiß recht herzlich schlecht Erst treibt ihr den Teufel in die Kinder hinein, Und wollt über Teufeleien dann schreien? Ihr zieht sie zur Unart mit Scherz und mit Lachen, Und wollt sie durch Prügel dann artig machen. Gar manches, was euch im Leben verdrießt, In Bildern und Wersen ihr gerne genießt. Der Mensch kann das Allerhöchste aus Erden, Und doch auch das Allerniedrigste werden. Willst dU dich an der Natur erquicken, So mußt du Gott auch im Kleinsten erblicken. Scheint dir die Sonne der Liebe nicht, So schwindet dir auch das Lebens Licht, Und verdoppelte sich der Sterne Schein, Das All wird ewig dir finster sein. Wer des Lebens Funken hat angefacht, - Der hat auch den bittern Tod gemacht, Und Tod und Leben zusammengcwoben, Daß alle Geister den Ewigen loben.