Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge, die Verhältnisse der Israeliten im Königreiche Württemberg und im Großherzogthum Hessen betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 3)
- Language
- German
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-T" 351 vertrauen. ״Gerade bei dem Juden," sagt einer der vorzüglichsten Pädagogen Deutschlands, Schwarz, "ijt ״jetzt das Priesterthum jedem Hausvater zugefallen, und ,,gerade bei ihnen vorzüglich muß durch das häusliche Le- ״den die Religion iw das Leben des Kindes eingehen, ״wenn die Nation sich auch äußerlich erhalten will. Es ״liegt in jenem Geiste, den sie als das heiligste Erbgut ״von Abraham besitzt, und durch welches Moses die aus- ״gezeichneteste National- Bildung bewirkte. Schon lange ״spendet zwar kein Oelbaum dieser Nation noch Salbung ,״und kein Israelit studirt mehr in dem Gesetzbuch unter ״seinem Feigenbäume; schon lange ist die Wurzel seines ״WeinstoEs getrocknet.-—- ׳Aber zu wahrer Humanitäts- ״Bildung können die Juden gelangen; vor allen Din- ״gen muß erst das weibliche Geschlecht unter ihnen sich ״wieder durch hohe Frömmigkeit auszeichnen." Ci ne h o cha n seh n l i ch e S t ä n d e - B e rsa m mlu ng geruhe aus dem bisher Gesagten gnädig zu ersehen, daß es nicht Vorrechte, nicht Begünstigung gelte, worin wir HochJhre Vertretung unterthäm'g erbitten; M e n sch e n - R e ch t e sind es, die sich auf die gewiß nicht Unbillige Forderung zurückführen lassen: ״W i r w o l l e n leben, redlich leben, w ir ״wollen unsere Ju gend zu nützlichen ״Mitgliedern der staatsbürgerlichen ״Gesellschaft, und in dem ächtenSinn der mosaischen Religion erziehen." Mit Beruhigung und Zuversicht können daher die Israeliten von Einer hochansehnlichen Stände-- Versammlung erwarten,, daß Hoch si-e ihregerech-