Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Religionsunterricht in den Schulen der Israelitischen Gemeinde
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304634-2304635-2309165--06321-2309643- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«׳-«״-־׳—-״ 314 gebürdeten Vorwürfe widerlegt und die Freunde dieser gemeinnützlichen Anstalt in den Stand gesetzt zu haben/ ähnliche Beschuldigungen abzuweisen und selbst das zarteste Gewissen zu beruhigen. Um desto mehr müssen wir beklagen, daß solches Gerede noch immer von so vielen, ohne alle weitere Prüfung und Untersuchung , umhergetragen und ausgebreitet wixd; daß es selbst bei solchen Eingang zu finden und auf die Handlungsweise einzuwirken scheint, die ein höherer, geistiger Standpunkt über diese, am Boden hängenden Dünste emporhebcn, bei solchen, wo die von der göttlichen Vorsehung verliehene Fülle an irdischen Gütern auch für diese, das Gemeinwohl wahrhaft befördernde Anstalt segensreich sein könnte, und daß die Schule sich bisher noch gar keiner Unterstützung durch Legate zu erfreuen hatte. Diesen Ausflüssen eines blinden Fanatismus oder schlauer Heuchelkunst, vor allem aber den vermehrten Privatschulen und bet gestiegenen Eitelkeit und Modesucht *), wodurch so manche Eltern sich abhalten lassen, ihre Kinder der Schule anzuvertrauen, müssen wir es zuschreiben, wenn diese ihren Wirkungskreis beschränkt, ihren wohlthätigen Einfluß gemindert sieht; wenn sie, bei kaum zureichendem Einkommen, manche wünschenswerthe Vervollkommnung unausgeführt fassen, manches *)Mehrere Eltern, die der Schule vielfältig ihre vollk o m m e n e Zufriedenheit mit ihren Kindern zu erkennen gaben, haben dennoch die jüngern Geschwister derselben entzogen.