Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten, die neuen Kultus-Einrichtungen der Israeliten in Deutschland betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 7)
- Language
- German
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01 H a m b u r g. Vor einigen Lagen sind ״die Lehrer der neuen ׳Erbauungsanstalt," vom Senat ermächtigt worden, in- und außerhalb des Tempels nach dem Rituale des Tempels Trauungen zu verrichten. Der österreichische Beobachter enthielt neulich Folgendes: ״Ein großer Theil der Israeliten hat seinen Wunsch laut ausgesprochen, den bisher von ihnen gehaltenen Gottesdienst in hebräischer Sprache, — welche gegenwärtig vielen unverständlich geworden, — in deutscher Sprache zu verrichten. Er wurde hierin von den Landesbehörden unterstützt, und der hiernach abgeanderte Kultus bei mancher Gemeinde bereits so eingeführt, daß nur die sögenannten Pflichtgebete in hebräischer, die Dank- und Lohgebete und Erbauungsgesänge aber in deutscher Sprache, unter Begleitung einer Orgel, gehalten werden. Diese Gemeinden haben sich auch Religionslehrer gewählt, welche die Fähigkeit besitzen) ihre auf Moral und Sittlichkeit Bezug habenden Reden in reiner deutscher Sprache vortragen zu können. Da aber diese Abänderung bei maM chem Rabbiner, der seiner Landessprache unkundig ist, Anstoß gefunden und die Herausgabe eines dieselbe ta-- delnden polemischen Werks veranlaßt hat, so -fand sich der gelehrte Israelit, Herr Aaron Chor in, Ober-Rabbiner zu Arad in Ungarn, berufen, eine Gegenschrift in deutscher Sprache, welche von den Pflichten der Nächstenliebe ohne Unterschied der Religion, und von der Nvthwendigkeit des verständlichen Gottesdienstes handelt, unter dem Titel: