Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten, die neuen Kultus-Einrichtungen der Israeliten in Deutschland betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304634-2304635-2309133--06179-2309558- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
daß nur diejenigen Israeliten, die durch ein Zeugniß als konsirmirt sich bewahren, Ansprüche auf das Bürgerrecht und einstige Verheirathung machen können; es ist bereits beschlossen, daß ferner nur von tüchtigen, geprüften Lehrern der Unterricht im Hebräischen ertheilt werden soll. Allgemein zeigt sich reger Sinn für Förderung dessen, was uns das "Höchste und Theuerste ist, der sittlichen Bildung der Jugend. ~ Auf diese Weise ist und wird gebessert, was gebessert werden muß; keine Eingriffe in bestehende Religions-Gebräuche, keine Neuerungen in dem, was altcrthümlich, ehrwürdig und heilig dastcht; kein leeres Lrcibcn nach äußern Formen. Es ist das wahrhaft Göttliche im Menschen, was geweckt, gepflegt genährt werden soll, und das wird geschehen auf dem sichern Wege der religiösen Erzishung. Wenn nun der hohen Behörde, durch welche die erste Anregung geschehen, Dank, inniger Dank ge- Lührt für ihre Sorgen und Bemühungen um das geistige Wohl der Israelitischen Bürger/ so ist es doch auch ein in unserer Zeit sehr erfreuliches, wohl beachtungswerthes Beispiel der Einigkeit, das die hiesige Gemeinde gegeben, indem sie selbst ihren Lehrer durch einstimmigen! Beschluß gewählt, mit Achtung und Liebe in ihrer Mitte ausgenommen hat, und in Allem, was auf öffentlichen Unterricht Bezug hat, kräftig unterstützt. Es ist das erste Beispiel, daß ein jüdischer Prediger öffentlich angestellt ׳ worden ^), daß dieser den Rcligions - Unterricht aus- *) Dem Einsender sind wahrscheinlich die einstigen, vom Konsistorium der Israeliten zu Kassel für so viele