Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Israelitische Freischule zu Hamburg
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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20z ''׳־״׳־ Denn was ein solches Werk beleben muß, d a s ist der Geist, der.aus jeder Stelle anspricht, das sind bie, Grundsätze, die Pfeiler , worauf sich alles stützt und Grundsätze sind nur die Frucht der Erfahrung. Minerva nur, entsprang gerüstet aus dem Haupte ihres Vaters. Nicht jetzt schon würde die Einladung zu dieser Feier ergangen sein , nicht nach z Monaten würde ich es gewagt schon haben, hier zu erscheinen, wenn mich die Hoffnung nicht beseelte, daß Sie als Menschen - und Jugendfreunde, als gütige Beurtheiler und als edle Gönner hier erschienen sind. Es ist das erste Mal, daß Sie Ihr Werk ken- Nen lernen; Sie sollen sich mit ihm befreunden, Sie sollen es lieb gewinnen für die Folge; ein Saamenkorn ward hingestreut auf ungewisses Glück und aufgegangen ist es, wenn auch spärlich; der Regen lockt den Keim hervor aus der Erde Schooß, doch nur die milden Sonnenblicke, die Gegenwart des Lichtes kann die Halme reifen. So soll ihre Gegenwart Licht und Leben bringen in das Ganze, so soll der Antheil, den sie der heutigen Feier schenken, die Pflanzen aufrichten, die in finsterer Abgeschiedenheit nimmermehr gedeihen können, so soll durch Ihren Beifall, durch Ihre Zufriedenheit das Werk geweiht erst werden als ein öffentliches, als ein heiliges. Und ihr, lieben Kinder! ihr sehet hier die Edelsten aus Hamburgs Gemeinde! ihr sehet hier eure Gönner, eure Wvhlthäter, die Gemeinde, und eure so würdigen Vorsteher, eure Väter. — Nicht als strenge Richter kommen sie., um über jede Viertelstunde Rechenschaft von euch zu fordern, sie wissen es, daß in der Schule, wie im Leben der Mensch sehr oft durch Verschwendung nur