Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedanken / St.
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 2)
- Language
- German
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י-— . :79 , Soll man aus Dankbarkeit heirathen? — Sich sein ganzes Leben hindurch. unglücklich machen, um eine andere Person nicht glücklich zu machen? Warum giebt es nicht auch ein Blümlein: ״Wer- , giß mein?" — Würden wir es nicht zuweilen eben so gern verschenken, als ihre Schwester: Wergiß mein nicht? Die Liebe kümmert sich nicht um Ansprüche; ihr ° Reich ist im eigentlichen Sinne eine Republik; Alle sind [ gleich; es giebt keinen angeerbten Adel. Warum giebt es keine Algebra, durch welche man die unbekannte Größe der Herzen könnte kennen lernen? Man bekommt oft Dinge gesagt, deren Eindruck f auf uns bloß von den Personen herrührt, die sie uns sagen. Daher können wir oft zu Einer und derselben Sache weinen oder lachen. Es geht den moralischen, aber nicht von der großen׳ Welt polirten Menschen, wie den Büchern, die über Moral handeln, und überhaupt solchendie mehr Nutzen, i als Unterhaltung gewähren. Jedermann spricht von de- •j ton Werth, ohne sie zu lesen; Romane Hingegen ver-! schlingt man; jene läßt man ruhig den Bücherschrank, diese die Zeit ausfüllen. St.! Der unfern Lesern vortheilhaft bekannte Herr M. 8. <Kohn, ehemals Lehrer zu Bamberg, und nachher, wegen Versiegung des dortigen jüdischen Schulfonds und