Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- An meinen Freund L. L. im Mai 1818, nachdem er und ich eben von einer Krankheit genesen war
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 4)
- Language
- German
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Er fachte kühn den LebenSsunken,; Dem schon des Freuers Kraft entsunken, Mit Jugendfrische wieder an, Daß schnell hex Schmerzen Schaar entrann. Wie nach des Winters rauhen Stürmen, Worin der Wesen Kraft erstarrt« ... Die unter schweren Schneegethürmen Auf Frühlingshauche lang geharrt, Der Lenz sich nah't mit Zaubermachten, Des neuen Lebens Kranz zu siechten Und jedes Wesen froh und wach Sich freu't am Auferstehungstag; So steh'n wir nun, o Freund!, im Lenze Des Lebens, . wie. vom Mod erwacht, Und seh'n der Horen , muntre. Münze- Um der Natur geweih'te Pracht; Was Aug' und Ohr nur kann entzücken Erschauen wir mit frohen Blicken, Erhorchen wir in jedem Klang, Der aus des Sängers Kehle, drang. Drum auf! und laß die trüben Sorgen Verschwinden Dir aus Herz und Sinn, In unsrer Wallfahrt schönem Morgen Uns weih'n des Lebens Königin, Der Freude., die vom Himmelsbogen, Zn Menschenherzen kommt gezogen, Die, wie des Baches Spiegel, rein Empfangen ihren goldnen Schein.