Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Preis der ehelichen Liebe
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 2)
- Language
- German
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Stillt Sorgen in des Vaters Brust, Kehrt Mutterschmerz in süße Lust. Doch wie sich auf dem Erdenrund Vor ihr die Geister neigen, Kann erst der Ehe heilger Bund Zm vollen Lichte zeigen. Durch ihre Macht wird Mann und Weih Ein Herz und Sinn, Ein Geist und Leib. Sie führt vom Hochzeitkerzenglanz Hinaus ins rege Leben, Weiß in der Sorgen Dornenkranz Manch Röslein zu verweben. Doll Wechsels ist der Pilger Lauf; Die Liebe nur hört nimmer auf. Mag in der Zeiten Unbestand Das Glück wie Spreu verstäuben, Von Erdengut und Erdentand Kein Schemen*) übrig bleiben: S i e bleibt sich gleich, in Freud' und Noth Za sie ist starker, als der Tod. Sie tritt heran zur Lagerstatt/ Wö Tod und Leben ringen Und aus der Brust, vom Kampfe matt, Gebrochne Seufzer dringen; Sie hebet den gesunknen Sinn, Weist mild nach ihrer Heimath hin. *) Schattenbild.