Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Proben aus dem zunächst erscheinenden 2ten Bändchen der Parabeln von Dr. Günsburg
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 2)
- Language
- German
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-thaten 'empfangen Hatte: Also war ex nun ganz verlassen und sah nirgends Hülfe noch Rettung. Da flehte er zum Herrn empor und sprach': Nicht murren will ich, Herr, wider deine Fügungen, dein Wille ist gerecht und gern füg' ich mich demselben; aber ich hin nur ein schwaches Menschenkind, es will mir das Herz brechen, ich fühle namenlose Geistesschmerzen und' weiß nicht woher ich Linderung nehmen soll. Hilf Herr! Hilf! damit ich nicht zu Grunde gehe. Da sandte der Herr einen seiner himmlischen Boten und sagte: Dimah, Thranenengel, sei dein Name, gehe hin, thue deine Pflicht, bring Linderung meinem Ewel und allen Erdensöhnen. - Und Dimah kam herab wie ein Lichtstrahl der durch Wolken fahrt, und zum unglücklichen Ewel trat er hin mit der Friedenspalme in der Hand und berührte ihm Herz und Augen, und es war als wenn der Schmerz sich von Ewels Herzen losgewunden hatte und aufgelöst ihm aus den Ingen geträufelt wäre. Es waren die ersten Thränen die ein Mensch geweint. Ach, wie ist mir so leicht und wie bin ich so glücklich! rief Ewel , sag mir wie-ist dein < Name, daß ich dich verehre, der du so wunderbar an mir gethan. , Nicht mich verehre, sondern den, der mich gesandt, den Ewigen, den Herrn der Heerschaaren; ich bin nur Dimah, sein Diener, und zur Linderung deiner Schmerzen bin ich auf Erden gekommen. So sprach er, schwebte dahin, lichtes Rosenroth bezeichnet seinen Weg und himmlischer Friede zog ein in Ewels Herz.; . Ewel genas;, nach Jahren fand er seine todt'ge-