Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Als Büschenthal starb
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- , Der Obelisken Pracht zerschillt z ׳es wehen Die Stürme fort den reichsten Gottessegen; Der König muß ins Grabesbett sich legend Der Krieger und sein Monument — vergehen! Allein auch sie, auch sie, in deren Busen Der Dichtkunst heil'ge Flammen mächtig lodern,, . Darf ungestraft der Erebus verschlingen? •«*; ׳ Ein. Büschenthal, der wackre Sohn der Musen, Sionas Schwan, muß gleich dem Wurm vermodern, Und nichts kann ihn.der ew'gen Nacht entringen?" ״— - 2. Haeö tua semper erunt Promerita in imis nobis in fixa medullis! , ' So klagt, der Jüngling und sein Jnnres spaltet Ein seltsam Weh, das er noch nie empfunden; Was er geliebt, auf immer ist's verschwunden, Er haßt den Ort, wo die Zerstörung waltet! Da tritt, gleich einer Grazie gestaltet, In blüh'ndem Reiz, die Flügel losgeöunden, Den Jmmortellenkranz ums Haupt gewunden, Die P Hanta sie zu ihm, die nie veraltet. Ein Räthsel —; spricht sie — bleibt den Erdensöhnm Stets der Natur geheimnißvolles Schaffen; Nur Phantasie schaut in. ihr dunkles Weben. Doch so viel wisse: Priester der Kamoenen Pflegt früh der Tod der Erde zu entraffen, Weil sie im Herzen rhres Dolkes leben» Ludwig Jeitteles. B r u ch st ü ck. .... - Ohne der Apologet meiner Religionsgeüossen werden zu wollen^), glaube ich mit vielem Rechte sagen *) Erwiedert Herr Marcus F i scher in Prag einem hä- - wischen Scribenten, welcher behauptet, daß die Juden, keine großen Männer aufweisen können, die sich in den Wissenschaften und Künsten auszeichneten.