Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachtrag, die Verhältnisse der Israeliten in Baiern betreffend
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 419 (sequence 7)
- Language
- German
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'419 Konkurrenz, sichet es sehr ungern, weM diese Konkurrenz durch Hinzukommen einer neuen — bis daher davon ausgeschlossenen — Klasse vermehrt würde. — 'War der jüdische Lehrling so glücklich, einen Lehrmeister gefanden zu haben, der es aufrichtig mit ihm meinte und ihn zum geschickten Gesellen bildete; so findet er nun, wenn er seine Wanderjahre beginnt, eben dieselben Schwierigkeiten in Hinsicht seiner Unterkunft als Geselle. Wo soll nun die Lust zum Handwerkerlernen Herkommen? Die beschrankte Aussicht, die ferner der Israelit hat in Hinsicht des erlernten Handwerks als Meister , nach seiner dermal beschränkten Lage , wo ihm die mehresten Städte und. große Flecken zur Niederlassung noch verschlossen sind, ist nicht minder ein Mittel, welches geeignet ist, ihn davon abzuschrecken. — Und demungeachtet ist die Zahl der Jünglinge nicht unbedeutend, die sich bereits den Handwerken widmeten. Sind erst obige Schwierigkeiten gehoben, dann wird sich unbezweifelt diese Anzahl ungleich vermehren." . — — ״Seite 16. Die Besorgniß, die Israeliten möchten zu reich werden, oder seien es schon, wie verschiedene öffentliche Blätter zu behaupten sich bemühen, ist eben so boshaft, als ungegründet. Noch kämpft bei weitem der größte Theil mit unablässigen Nahrungs- Sorgen und muß — mit der heiligen Schrift zu reden — im Schweiße seines Angesichts sein Bro.d zu erwerben suchen. Der Menge Armen nicht zn gedenken, die in jedem Orte den Wohlhabender» fast erdrücken. Nur Schein ist es, was beim Israeliten blendet, weil bei ihm die Zirkulation des Geldes, der Natur seines Gewerbes nach,