Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Einführung der Konfirmation in den Israelitischen Gemeinden betreffend
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308465--05781-2308965- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
400 §ines Israelitischen Stmbm Statt. Die feierliche Hands lung ward im Beisein einer großen Versammlung und' wir bereits die belohnende Freude׳ genießen, so manchs zarte Blüte unserer Aussaat sich.Mtfalten, zur schönen Frucht empor kommen, und manches Gute gedeihen zu sehen; wenü wir Hauptsächlich manchen guten Erfolg des von uns׳ in diesem Königreiche verbesserten . , Schul - und Erziehungswesens der Israeliten wahrnehmen, und, so wie es Zeit^ und Umstände erlauben, noch mehr in diesem Fache %\x■ leisten Willens sind, so sühlen wir gleichwol, daß , um desto schneller und sicherer zum Hauptziele zu gelangen, noch eine wesentliche Lücke ausgefüllt ,.-daß eine zweckmäßige Konfirmation der׳ Kna- . den und Mädchen bald allgewem vou uns eingeführt werden müsse» .״ - Wir bedürfen wohl nicht erst Ihnen, Herr Rabbiner, als einem Theologen und Volkslehrer, weitlauftig darzuthun, wie sehr dieser Gegenstand bei unfern Glaubensgenossen überhaupt vernachlässigt worden, wie unzweckmäßig die Art der sogenannten L31׳Mtsvva (״(בר מצרה . in unfern Tugen, wie klein und armseelig größ- Lentheils die Mitgift eines solchen Konfirmanden ist, die״ er aus der großen reichhaltigen Schatzkammer der gottlichen Religion erhalt; wie unzureichend diese Gabe für , den 13jährigen , nicht! selten schön.׳einem Gewerbe gewidmeten Knaben wird, um mit solcher in religiöser . und moralische^ Hjnstcht^-,die /Reise, durchs Leben zu . unternehmen,-um, denVersuchungen und Verführungen t!. Trotz bieten zu können , und um , mit einem Worte- .stets ein wahrer Israelit zu sein und zu bleiben. Gewiß fühlen auch sie, Herr Rabbiner, schon längst die Nothwendigkeit, daß bei Konfirmationen nicht bloß das Aufrufen zur Tora — welches jedoch, wie es sich versteht-, beibehalten werden muß ~~ nicht das —- ohnedieß nun abgeschaffteVörlesen irgend eines Kapitels aus dev heiligen Schrift, als genügend betrachtet werden darf; sondern daß vielmehr der Konfirmand vor seinem Eintritte ins bürgerliche Leben, durch einen zweckmäßig gm Unterrichts mitdm wesentlichen., heilbringenden