Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der fromme Asaria
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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230 . - II . D c r fromme Asaria. Eine altjüdische Sage. 3u der Zeit, da Israel noch seine von Gott ihm ver-!;eigenen Gefilde bewohnte, unter seinen Wcinsiöckcn und Feigenbäumen glücklich lebte, und unter den Völkern der Erde einen ehrenvollen Rang einnahin, herrschte einst in seinem Lande eine schreckliche Dürre, eine Hitze, die die Früchte des Landes zerstörend versengte, und die Bäche und Flüsse ihres Wassers beraubte. Traurig und nieder: schlagend war der Anblick der sonst fruchtbaren und lachenden Fluren. Selbst die Palme senkte ihr gekröntes Haupt, und die Blatter des immergrünen Olivcnbaums verdorrten. . Darum betrübte sich min ganz Israel, und mit banger Wehmuth sah cs einer furchtbaren Hungersnot!) entgegen. Vergebens floß das Blut geopferter Thiere, umsonst war das Fasten und Kasteien des versammelten Volk-s. Der Ewige schien sein Amlitz von Israel gewendet, und seine Ohren verstopft zu haben, vor dem Flehen seines Volkes. Und es standen auf .zwei Männer, aus der Mitte ihrer Nation, und redeten also: Schicket Abgesandten zu dem frommen und gottgefälligen Asaria, vielleicht ver-; möcht' sein Gebet des Herrn Ohren zu besänftigen, und sein Flehen Elohims Zorn zu versöhnen; und ein bittres Hohngelachtcr erscholl vb diesen Worten. Es ließen sich