Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Miscellen.
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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durch welche unsere Väter gepriesen waren, in einem soleben Augenblicke wird jene unglückliche, unschuldig vcrfolgte Nation mit größerer Zuversicht, wie je, ihre Augen zu der Sonne der Freiheit erheben, deren Strahlen, den Nebel von.Religionshaß, Vorurtheilen ti!!d Aberglauben zuverlaßig durchbrechen und zertheilcn werden. Jetzt oder nie, wird die Stunde kommen, wo sie den beglückenden Namen von Staatsbürgern erhalten werden, wo es ihnen vergönnt sein wird, bürgerliche Tugenden auszuüben, bürgerliche Pflichten zu erfüllen. Selbst erst aus dem Joche der Sklaverei gerettet, werden wir aus eben den Fluren, auf denen eben erst die junggewordene Freiheit grünt, nicht selbst wieder zu Unterdrückern schuldloser Menschen werden. Zwar erheben schon laut genug unwürdige Stimmen siel) hier und da, welche es begehren; zwar haben namentlich in der freien Hansestadt Lübeck, im jüngst verfloffenen und jetzigen Jahre, die Verfolger dieser Nation unverholen in vssentlichen Blatt lern gepredigt; zwar haben eben diese am Zi. Mai d. I. dem Senate und der Bürgerschaft dieser Stadt eine Vorflellung überreicht, in welcher sie wörtlich darauf antragen: Die Bekenner der Mosaischen Religion aus den Ringmauern der Stadt zu vertreiben, ihre Laden schließen zu lassen und den Handel ihnen zu unter- ^sagen; aber zur Ehre unserer Regierung, zur,Ehre »׳..serer Mitt bürger, werden wir hoffen dürfen, daß eine solche Stimme im Jahrhunderte der Aufklärung verhallen werde, um nicht der Verachtung der Nachwelt Preis gegeben zu sein. Ist es wahr — und wer möchte es läugnen, daß wir in