Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Prophet Jeremias, Josephus Flavius und Rabbi Isaak Abarbanel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 10)
- Language
- German
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12in;D cfie. SJiutfer, wie auch seine Gemahlin und seine übrige Familie, waren mit in Jerusalem cingcschloffrn. Glaubt ihr etwa, -sagte cr cinsteiis unter Thräncn und Schluchzen zu dem 2301Fc in Jerusalem, daß ich euch deswegen zur. Ucbcrgabc an die Römer ermahne, um jene dadurch befreit zu sehen? — aber wahrlich! ich sage euch selbst: mordet zuerst meine Mutter, m c i n e Gemahlin und meine ü b r i g e F a m i! i e, j a, mordet auch mich selbst mit ihnen, nur sicht dann von eurer stolzen Hartnäckigkeit ab; und mein Blut, so wie das Blut meiner ganzen Familie, soll nur ein kleiner Preis eures Wohls sein*). — — O diese Worte werden in der späten Nachwelt noch widcrhallcn, bis ans Ende aller Zeiten! — — Aber alle Anstrengungen des Flavius blieben fruchtlos, so wie vormals die jenes edlen Propheten; lind auch er mußte die Hauptstadt seines Vaterlands in Flammen ausiodern, und mit ihr zugleich seines Volkes Selbstständigkcit dahinschwinden sehen. Nach der Eroberung und Einäscherung Jerusalems nahm ihn Titus mit sich nach Rom, wo er nun den Rest seiner Tage der Ausarbeitung der Geschichte seines Volks widmete, welches Werk er, wie er in seiner Vorrede sich ausdrückt, mit den unaussprechlichsten Gefühlen niederschrieb,.und welches noch jetzt eine der Hauptzierdcn der altgriechischcn Literatur ausmacht. Rom hatte also, wie vormals Babylon, im Strudel seiner blutigen Siege auch das uralte jüdische ׳־־־*) Jos. de B. J11. 1. 6, c, n. V. Jahrg. 2. Band. *3