Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neueste Literatur [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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132 Nach dieser, wenn schon in möglichster Kürze gegebenen, Antwort auf Ihre Bedenklichkeit, werden Sie den Ungrund derselben nicht länger verkennen , und nun endlich in vollem Ernste mit mit hoffen und wünschen, daß die Lage der guten Israeliten in jeder Beziehung sich von Lage zu Lage bessere, und sie endlich einmal in den Hafen der Rühe ׳ und Sicherheit einlaufen mögen, nach welchem sie nun schon so lange, unter Sturm und Ungewitter, mühevoll zu steuern! — Und nun, mein theuerster Freund, lege ich meine Feder nieder, mit dem Bewußtsein, nichts geschrieben zu haben, was Sie, oder unsere übrigen Freunde auch nur leise chokiren könnte. Bertheidige die gestellte Behauptung: ״daß Juden größtentheils zu der jetzigen erkünstelten Theurung beigctragen haben." Orakeffprüch: ״Juden sind es, welche noch jetzt in unser» Gegenden umhecschleichcn und den Bauern 16—-17 fl. für das Korn auf den Halmen bieten," verdient nicht dm mindesten Glauben.-Man mache die Thater namhaft, zeige sie den Gerichten.an, zur gerechten Züchtigung, wenn die Sache wahr ist. —1 Doch ist es ja ein alter biedrer Gebrauch, den Juden alles Uebcl zuzuschreiben, -womit die Menschheit zu Zeiten heimgesucht ward. So mußten sie sonst, wenn'Seuchen wütheten, die BrurMcn vergiftet haben rc. O unglückliches Israel! ' wie sthr gleichst du einem Stiefkinde, dem seine glücklichem Geschwister gern alles zur Last legen mögen , was Unrechtes im Hause gcschichet; doch'—nur die bösen, die unbarmherzigen; gute, verständige Geschwister bemitleiden und bedauern es. V; . Mckt. Uhlfeld. Rabbiner Rosenfeld. l ' Korrespondent ,von u. f. Deutschland -9fr. 188. 7. Juli 1817. S-. 800. ׳