Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Reden bei der feierlichen Eröffnung der Israelitischen Realschule zu Brody in Gallizien u.s.w.
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 2)
- Language
- German
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narch, der Ls zu seinen heiligsten Pflichten zahlt, über die Bildung und den Unterricht seiner Völker zu wachen; Er, der sie durch so vielfache und schöne Anstalten zu befördern und durch unermüdcte Bemühungen zu, verbreiten trachtet, Er hat seine väterliche Sorgfalt auch auf diese Nation ausgedehnt. Schon lange sähe er mit dem Mitleid eines Vaters, zugleich aber auch mit des Herrschers Unwillen auf die herab, die so schöne Anlagen unbenutzt in ihrem Dunkel vergraben, und Geisteskräfte unentwickelt und unbebauet lassen, die die Natur ihnen zur Khätigkeit und zum Wirken gab. Doch aufdringen laßt Bildung sich nicht: „Du hast um Weisheit und Erkenntniß gebeten, so sei dir Weisheit und Erkenntniß gegeben", sprach der Ewige-zu Salomon (Chronik 2, Kap. i, Vers 11 und 12.). Nur der ernstliche Wille kann hier das ganz ausrichten, was Zwang zum Theil kaum vermag. Als unsere Gemeinde freiwillig eine Lehranstalt zu errichten sich erbot, da sprach Er .aus, das mächtige Götterwort : „Es werde Licht"! und — es wird Licht werdend O, wie muß es seinem erhabenen Kaiserherzen so wohl gethan haben, unsere.Gemeinde um das bitten zu sehen, was Er ihr so gern mit Gewalt geben möchte, wenn es sich aufdringen ließe; denn ein weiser Herrscher laßt doch so ungern seine Unterthanen. in Unwissenheit» „Je weiser der Prediger — König Salomon — war, desto mehr ließ er dem Volke Weisheit lehren". (Prediger Kap. i2, Vers 9). Und mit freudigem Herzen dürfen wir uns dem Gedanken überlassen, daß ein so schönes Beispiel nicht lange