Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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8S III. B i l d e r und Gleichnisse, i) Der Abschied. Ein Mann in Israel hatte' einen einzigen Sohn, den er auf eine Hochschule zu schicken begriffen war, damit er dort seinen Geist mit Kenntnissen bereichern und sich zu einem Manne bilden möge. Beim Abschiede weinte die Mutter gar sehr und sagte zu ihrem Gatten also: Lieber, wie ist mein Herz so betrübt, und wie banget mir vor der Zukunst; denn bedenke nur selbst, wie wird der Jüngling widerstehen können den Lockungen der Sünde in der verführerisihen Welt? Gebricht ihm doch dort der Freund und der Vater! Und wie werden ihn die -Leiden und Unfälle erdrücken, die nicht unverschont lassen selbst das reinsteGemüth? Stillschweigend holte der Vater ein Buch aus seinem Zimmer, zeigte cS der Gattin und sprach zu ihr in einem festen, und zutraulichen Tone: Zärtliche Mutter, fürchte' nichts für unfern Sohn! Denn siehe, der Inhalt dieses - köstlichen Buches, mit dem ich ihn schon in früher- Kindheit vertraut gemacht, wohnt in seinem Herzen und wird sein Begleiter sein« Die Mutter öffnete das in sauberm Bande gefaßte Buch — es war eine in ebraischer und deutscher Zunge